Diese Frage stellte sich den Schülerinnen und Schülern der 9A am Ende eines emotionalen Besuchs des Hospizdienstes der Malteser. Im Rahmen des Themas „Trauer und Tod“ im Reliunterricht waren mit Frau Hasselmeier und ihrer Kollegin Frau Voggenreiter zwei erfahrene Mitarbeiterinnen im Bereich Sterbebegleitung an unserer Schule, um über ihre Erfahrungen zu sprechen. (Ein Beitrag von Frau Schlampp.)
Bereits im Vorfeld waren etliche Fragen an die beiden aufgetaucht, z. B.:
- Was sind die letzten Wünsche todkranker Menschen?
- Wie kann man trauernde Angehörige unterstützen?
- Spürt man, wenn ein Mensch kurz vor dem Tod steht?
- Wie ist es, wenn man so viel mit dem Tod zu tun hat?

Während es ansonsten ein Jahr vor den Abschlussprüfungen um Zukunftsthemen wie berufliche Orientierung, schulische Weiterbildung oder persönliche Ziele geht, stand nun die Beschäftigung mit der eigenen Endlichkeit im Mittelpunkt. Mit viel Fingerspitzengefühl, offen und ehrlich gingen die beiden Damen auf unsere Fragen ein, brachten uns die Geschichte der Hospizarbeit näher und erzählten von ihren Begegnungen mit Todkranken auf der Palliativstation oder im häuslichen Bereich. Am Ende stand die Aufforderung, sich zu überlegen, was denn die eigenen Wünsche wären, bevor man sprichwörtlich – und damit sind wir wieder bei unserer Frage vom Anfang – den Löffel abgibt.
Wir bedanken uns von Herzen für den interessanten Einblick in die so wichtige Arbeit vieler ehrenamtlicher Hospizbegleiter und schließen mit einem Spruch von Cecily Saunders, die die Hospizbewegung in den 60er Jahren gegründet hat:
„Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.“