„Das Wort der Woche“ – serviert aus unserem Sprachcafé!

Auch diese Woche serviert euch das Sprachcafé ein interessantes Wort aus einer anderen Sprache, diesmal aus dem Französischen. (Ein Beitrag von Lucas.)

Der Begriff, um den es diese Woche geht, hat indirekt etwas mit der „art de vivre“, der „Kunst des Lebens“ zu tun, für das wir unsere Nachbarn teils bewundern: Wer denkt bei Frankreich nicht an kleine, gemütliche Cafés und Bistros, die sich so zahlreich zwischen verwinkelten Gassen verstecken?

Das Wort „seigneurs-terraces“ gefällt mir alleine schon wegen dem schönen Klang, aber auch, weil es aus Frankreich kommt, ein Land, das mir sehr gefällt. Der Begriff bezeichnet „globale Nomaden“, also Menschen, die ihren Arbeitsplatz aus dem Büro heraus verlagern und bei schönem Wetter mit Laptop oder Tablet und Telefon die Terrassen von Bistros und Cafés geradezu belagern. Sie sind bei den Gastronomen meist unbeliebt, weil sie oft stundenlang einen Tisch blockieren und kaum etwas konsumieren, was ganz schön für Umsatzeinbußen sorgen kann.

Deshalb verbieten einige Cafés mittlerweile das Arbeiten am Tisch, andere sind dazu übergegangen, ihren WLAN-Zugang mit zeitlich befristeten Codes zu schützen: Wer nach einer Stunde weitersurfen will, muss also ein neues Getränk bestellen, um mit der Rechnung einen neuen Wifi-Code zu bekommen. Verständlich, aber irgendwie auch schade: Die Hausaufgaben gemütlich auf der sonnigen Terrasse eines Cafés zu erledigen, würde uns doch auch besser gefallen als zu Hause auf dem Küchentisch zu arbeiten, oder?

3 Kommentare

  1. Eines meiner Lieblingsworte aus meiner alten Heimat Selb, also in Nordostoberfränkisch, ist „Bauschnitz“. Dies bezeichnet in Butter ausgebackene Brotscheiben. Aber ob das Wort von Bauernschnitzel, was irgendwie naheliegend wäre, herstammt, kann keiner sagen. Schnitz kommt vermutlich eher von Schnitte, denn als „Schnitz“ bezeichnen wir da oben in Bayern einen Gemüseeintopf, also klein „geschnitztes“ Gemüse.
    Übrigens, Bauschnitz sind wirklich empfehlenswert.

    1. Vielen Dank Peter, des wird ja wirklich richtig international hier 😀 Wieder was gelernt! Freuen uns auf Deinen nächsten Exkurs ins Fränkische!

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