Die neue Pausenregelung

+++Ein Beitrag von Aylin und Dennis+++


Jeder hat wohl schon gemerkt, dass die Pause seit Anfang des Schuljahres 2018 nicht mehr wie gewohnt zwischen der zweiten/dritten und vierten/fünften Stunde stattfindet, sondern von 10:15 Uhr bis 10:45 Uhr (also zwischen der dritten/vierten Stunde). Woran liegt das eigentlich? Und welche Vor- bzw. Nachteile hat das?

Warum?

Da dieses Jahr der Umbau unserer Schule stattfindet, wird der Unterricht der fünften Klassen in den Containern im Schulhof abgehalten. Schulleitung und Lehrer waren der Meinung, dass es für die Jüngeren ein viel zu langer Weg bis zur Mensa in der Bühler-Halle wäre, dass sie also nicht genug ihrer Pause sinnvoll nutzen könnten. Deswegen hat man entschieden, dass alle Schüler eine 30- minütige Pause haben sollten. Jedoch: Wenn man die reine Laufzeit ohne Behinderung durch irgendwelche anderen Personen in einem angemessenen Schritttempo misst, beträgt sie vom Klassenzimmer der 10a im 1. Stock bis zur Mensa 02:46 Minuten, während man für den Weg von einem der oberen Klassenzimmer im Container zum selben Ziel 02:31 Minuten benötigt. So gesehen ist der Weg der im Schulgebäude untergebrachten Klassen sogar länger als der der Fünftklässler. Von den Chemie-, Physik-, und Biologie-Räumen im 2. Stock ganz zu schweigen.

Die Vorteile

Für diese Regelung spricht einerseits, dass man nun mehr Zeit hat, um sich etwas zu essen zu holen, Spikeball, Tischtennis oder Fußball zu spielen. Auch der Zeitrahmen, um von der Mensa zum Klassenzimmer zu gelangen, ist nun größer, was bedeutet, dass weniger Schüler zu spät zum Unterricht kommen. Zwar ist der Weg der Fünftklässler nicht unbedingt länger als der der restlichen Klassen, jedoch würde man bei einer normalen Pause ca. 5 von 15 Minuten nur mit Hin- und Herlaufen verbringen. Außerdem hat man lange die Gelegenheit, sich mit seinen Freunden zu unterhalten, so dass man dies eher weniger in den folgenden Schulstunden versucht. Ohne den ständigen Zeitdruck schafft man es viel leichter, etwas zu essen, die Toilette aufzusuchen und sich mit Bekannten auszutauschen. In 15 Minuten ist all das ziemlich hektisch und auch wenn es zunächst gewöhnungsbedürftig war, haben die meisten kaum noch Schwierigkeiten mit der Anpassung an die neue Pausenzeit.

Die Nachteile

Bereits seit der 1. Klasse hat man nach zwei Schulstunden eine kurze Verschnaufpause. Dies hat dafür gesorgt, dass die Schüler eine Kleinigkeit essen, sich mit Freunden unterhalten und sich anschließend wieder konzentrieren können. Mit der neuen Regelung ziehen sich die ersten drei Stunden und wer vor der Schule nicht die Möglichkeit hatte, etwas zu frühstücken, wird wohl verhungern müssen. Dabei ist die erste Hälfte des Schultages noch die angenehme und kaum problematische. Schlimmer ist es in den letzten drei Stunden, denn die Zeit von 10.45 – 13.00 Uhr erscheint einem wie die Ewigkeit und vor allem in der sechsten Stunde ist kaum noch Konzentration vorhanden. Man wird entweder total müde oder aufgedreht. So oder so, viel kriegen die meisten nicht mehr mit. Manche essen noch schnell etwas nach der fünften Stunde, doch meistens sind die Lehrer sehr pünktlich und man bekommt fast nie die Möglichkeit, kurz zu entspannen.

Fazit

Da es jeden Schüler betrifft, sollten wir uns alle Gedanken über die Pros und Kontras der Regelung machen und eine Entscheidung treffen. Beide Seiten sind recht ausgewogen und es kommt natürlich immer darauf an, worauf man Wert legt. Ich persönlich fände eine kurze Zwischenpause vor der sechsten Stunde am sinnvollsten, da man so noch einmal kurz den Kreislauf in Schwung bringen und sich für die letzte Stunde bereitmachen kann. Auch wenn es viele verschiedene Standpunkte zu diesem Thema gibt, hoffe ich, dass man einen Weg finden kann, mit dem die meisten einverstanden sind.

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