Eindrücke vom Spanienaustausch 2018

+++Gefühlt und notiert von Xenia+++


Dieses Jahr durften fünfzehn Schüler und Schülerinnen der jetzt neunten und zehnten Klassen etwas Besonderes erleben. Vom 29. April bis zum 7. Mai besuchten 18 spanische Austauschschüler unsere Schule und die bayerische Kultur. Vom 2. Oktober bis zum 8. Oktober fand dann der Gegenbesuch statt.
Ich könnte hier jetzt verschiedenste oder auch ganz ähnliche Berichte über die Eindrücke und Erfahrungen unserer Truppe wiedergeben. Ich entscheide mich jedoch dagegen und hoffe, ich kann mit meinen persönlichen Erlebnissen einen Eindruck für die folgenden Jahrgänge hinterlassen.
Ich möchte hier keinen langweiligen Bericht schreiben über die einzelnen Unternehmungen der Woche, ich möchte die Gefühle, Erfahrungen und so vieles mehr zum Besten geben.
Als erstes steht fest, dass die Vorfreude auf das Wiedersehen im Oktober sehr groß war.
Am Anfang waren wir Austauschpartner, jetzt sind wir Freunde!

Ich weiß, dass nicht jeder so viel Glück hat, aber ich kann sagen, ich habe es. Oft frage ich mich, ob es vielleicht sogar Schicksal war. Am Anfang des Austauschs waren wir Austauschpartner aus verschiedenen Kulturen, jetzt sind wir Freunde, die es nicht erwarten können, sich wiederzusehen!
Wenn man mit jemandem Kontakt aufbaut, dann bemerkt man oft nach den ersten Konversationen, ob man warm miteinander wird oder ob es eine Art Pflicht ist, Kontakt zu halten. Ersteres ist bei mir der Fall, es ist wie, wenn ich schnell mal einer Freundin aus Deutschland schreibe und wir unterhalten uns dann darüber, was bei uns so ansteht und wie es uns geht. Der einzige Unterschied besteht darin, das Ganze auf Englisch zu schreiben bzw. zu sprechen und dass man sich nicht mal schnell besuchen kann. Ich habe durch diese Konversationen mein Englisch um einiges verbessert, außerdem spreche ich flüssiger und freier. Du hast nicht einfach mal die Chance, ein Wort zu googlen, vor allem wenn der andere den englischen Begriff auch nicht kennt, du musst lernen etwas zu umschreiben. Du darfst keine Angst vor Fehlern haben, denn die macht jeder von uns. Keiner von uns spricht perfektes Englisch und das wissen wir auch voneinander. Frag nach, wenn du etwas nicht verstehst, das wirst du nicht nur einmal müssen, aber das ist auch vollkommen egal. Man muss nicht immer über tiefer gehende Themen sprechen, ich habe es anfangs auch eher oberflächlich gehalten, das wird im Laufe des Gesprächs besser und dadurch lernt ihr euch dann auch besser kennen. Irgendwann ist es kein peinliches Schweigen mehr, sondern eine vertraute Stille, bei der man sich wohl fühlt. Gesprächsthemen werdet ihr genug finden, man darf nur nicht krampfhaft danach suchen.


Als die Spanier in Deutschland waren, mussten wir unsere Gruppen noch finden, selbst wir Deutschen kannten uns noch nicht so gut. Das hat sich aber schnell ergeben. Um an einem Austausch teilzunehmen, muss man offen gegenüber Neuem sein und man darf nicht so schnell zurückschrecken! Ich habe keinen wirklich gekannt, da ich gerade erst neu auf die Schule gekommen bin. Man muss auf Leute zugehen können! Später dann in Spanien haben wir schnell wieder zueinander gefunden und auch die gesamte deutsch/spanische Gruppe ist sich wieder nähergekommen. Wir sind nicht nur mit unseren Austauschpartnern befreundet, sondern auch mit denen der anderen, die ganze Gruppe ist zusammengewachsen.
Verschiedene Länder und Kulturen, doch ist jeder Mensch.
Wir sind alle Menschen, die Unterschiede liegen im Umfeld und der Kultur, das Umfeld kann man erweitern und die Kultur kennen lernen.
Spanien liegt im kompletten Kontrast zu Deutschland, wenn man die Landschaft betrachtet. Anders ist schön, anders ist aufregend. Wir sind oft mit dem Bus durch die von Palmen und braunen Farben geprägte Natur gefahren. Alles wirkt so weit und frei, die Hügel und Berge erstrecken sich über diese, wie es scheint, ganz eigene Welt. Du bist frei von diesen Gedanken, die dich daheim halten und du genießt die Brise und das Meer.
Ich habe mich in dieser Woche frei von jeglichem Stress und Druck gefühlt, frei von dem, was sonst so belastend wirkt. Ich kann nur von dieser Atmosphäre, die einen dort umgibt, schwärmen und davon träumen, bald wieder zurückzukehren, wie versprochen. Die Menschen, die Landschaft, das Essen usw., in all das habe ich mich verliebt.
Abschließend kann ich sagen, ich weiß nicht, was mich in meinem Leben noch erwartet, wie viele tolle und einzigartige Erlebnisse noch folgen werden, doch eines steht fest, diese Zeit war die bis jetzt beste Zeit in meinem Leben! Immer wenn jemand fragt, wie Spanien für mich war, dann antworte ich das und…
… “I lost my heart in Spain!”

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