Schüler: „Was machen wir heute?“ Lehrerin: „Die Keimung von Pflanzen.“ Schüler: „Wann machen wir ein anderes Thema?“ – Aufgrund des doch geringen Interesses an den Fragen „Wie keimen Pflanzen?“ und „Welche Bedingungen benötigen Pflanzen zum Keimen und Wachsen?“ überlegte sich Fr. Seefried, wie man dieses Thema spannender und vor allem praktischer gestalten könnte.
Dazu lasen wir zuerst die Geschichte „Alles wächst“ vom kleinen Raben Socke. Der pflanzte Lollis und Bonbons in die Erde und wunderte sich, warum diese nicht wuchsen im Gegensatz zu den Samen seines Freundes Eddi Bär. Um dies herauszufinden, schnitten wir in Wasser eingelegte und somit gequollene Bohnensamen auf. Zu unserem Erstaunen sahen wir darin ein klitzekleines Pflänzchen, den sogenannten Keimling. Ist Wasser vorhanden und evtl. weitere Bedingungen, so treibt der Keimling aus dem Samen aus und wächst. Um dann gut wachsen zu können, braucht die Pflanze Licht, Wasser, meist Erde, Luft und Wärme. Dies haben wir anhand von Kressesamen herausgefunden.

Nach viel theoretisch erlangtem Wissen durften wir dann ein spannendes Pflanzenprojekt durchführen: Wir säten gemeinsam Wassermelonen- und Honigmelonensamen aus. Ziel war es, den Wachstumsprozess der Pflanzen über mehrere Wochen genau zu beobachten und selbst Verantwortung für die Pflege zu übernehmen. Nach dem Einsetzen der Samen in kleine Töpfe begann die durchgehende Arbeit. Vier Wochen lang kümmerten wir uns täglich um unsere Pflänzchen. Wir gossen die jungen Melonenpflanzen, achteten auf genügend Licht und beobachteten aufmerksam, wie sich die ersten kleinen Triebe entwickelten. Dabei lernten wir, wie wichtig Wasser, Licht und Wärme für das Wachstum von Pflanzen sind. Auch unsere Geduld wurde auf die Probe gestellt, denn teilweise mussten wir auch nochmals nachsäen. Letztendlich konnte aber pünktlich zu den Pfingstferien jeder sein nun zartes Melonenpflänzchen mit nach Hause nehmen. Nun hoffen wir, dass wir in den kommenden Monaten die Früchte unserer Arbeit ernten dürfen.