Hexenverfolgungen – damals und heute

Was haben ein Hexenbesen, eine rote Perücke und ein Hexenhut zusammen mit 21 Schülern am Galgenbrunnen in Beingries, oberhalb der evangelischen Kirche zu suchen? Unsere hauseigene Stadtführerin Maria Kaufmann, die wir sonst nur aus dem Sekretariat kennen, hat sich für unsere Schüler schlau gemacht zum Thema „Hexenverfolgung in und um Beilngries“ und uns am städtischen Hinrichtungsort so einiges über diese düstere Zeit erzählt… (Ein Beitrag von Frau Schlampp.)

Bereits in den Reli-Stunden zuvor hatte die 9A sich über die Hintergründe des Hexenwahns im späten Mittelalter informiert. Der Ausbruch der tödlichen Pest, die „Kleine Eiszeit“ mit kaltem Wetter, Ernteausfällen und damit verbundenem Viehsterben und Hungersnot sowie der 30jährige Krieg führten dazu, dass die Menschen einen Sündenbock für ihre Not suchten: Die Hexenverfolgungen begannen.

Auch im Hochstift Eichstätt, das damals dem Fürstbischof Christoph von Westerstetten unterstellt war, kam es zu grauenhaften Verhören und Verurteilungen. So berichtete uns Frau Kaufmann z. B. von der „Lederin Apollonia“ aus Beilngries, die unter schwersten Folterungen schließlich gestand, einen Pakt mit dem Teufel eingegangen zu sein und daraufhin zum Tode verurteilt wurde.

Zum Schluss stellten wir uns die Frage, ob es auch heute noch „Hexenverfolgungen“ gibt. Wenn man daran denkt, wie schnell Fake-News und Hating im Internet zu Verleumdungen führen und Menschen an den Pranger stellen können, mussten wir sie leider bejahen.

Ganz herzlichen Dank an Frau Kaufmann für diese spannende Reise in die Vergangenheit!

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